Blog 20. Februar 2026
Schlaf ist eine bemerkenswerte Sache. Man freut sich als Kind darüber, möglichst lange wach bleiben zu dürfen, und als Erwachsener darüber, endlich schlafen
zu können. Irgendwann kommt dann der Moment, an dem man nachts wachliegt und sich denkt: Jetzt wäre Schlaf wirklich eine gute Idee. Genau dann funktioniert es meist nicht.
Dabei verbringen wir rund ein Drittel unseres Lebens schlafend. Mit 60 Jahren haben Sie also ungefähr 20 Jahre im Bett verbracht. Das klingt zunächst viel, ist aber gut investierte Zeit.
Während wir schlafen, arbeitet der Körper auf Hochtouren. Das Immunsystem wird gestärkt, das Gehirn verarbeitet Eindrücke des Tages, Muskeln und Nervensystem erholen sich. Wer gut
schläft, startet leichter in den nächsten Tag. Wer schlecht schläft, merkt schnell, wie sehr die Stimmung, die Konzentration und die Belastbarkeit darunter leiden.
Das Schlafzimmer: weniger Wohnraum, mehr Rückzugsort
Damit unser Körper ausreichend Melatonin (also das Schlafhormon) bilden kann, braucht er vor allem Dunkelheit. Verdunkelungsvorhänge oder eine Schlafmaske können helfen, störendes Licht
fernzuhalten. Auch die Temperatur spielt eine Rolle. Ideal sind etwa 16 bis 18 Grad. Ein kühler Raum signalisiert dem Körper, dass Ruhezeit beginnt.
Elektronische Geräte hingegen senden ein anderes Signal. Das blaue Licht von Smartphone, Tablet oder Fernseher hemmt die Melatonin-Produktion und hält das Gehirn länger wach. Sinnvoll ist
daher eine kleine digitale Pause vor dem Schlafengehen.
Essen, Trinken und der Mythos des guten Schlummertrunks
Kaffee, Energydrinks oder schwere Mahlzeiten am Abend erschweren das Einschlafen. Auch Alkohol hilft nur scheinbar. Man schläft zwar schneller ein, der Schlaf wird jedoch unruhiger und
weniger erholsam. Der Körper bleibt beschäftigt, obwohl er eigentlich regenerieren sollte.
Besser geeignet ist ein leichtes Abendessen einige Stunden vor dem Zubettgehen. Viele Menschen empfinden auch eine warme Tasse Tee als angenehm. Melisse, Passionsblume oder Baldrian haben
eine beruhigende Wirkung.
Wenn die Gedanken nicht schlafen wollen
Oft liegt die Ursache von Schlafproblemen nicht im Körper, sondern im Kopf. Gedanken drehen sich im Kreis, To-do-Listen werden länger und Probleme erscheinen nachts größer als am Tag. In
solchen Momenten helfen einfache Atemübungen oder kurze Meditationen. Schon wenige Minuten bewusstes Ein- und Ausatmen können das Nervensystem beruhigen.
Hilfreich ist auch, den Schlaf nicht erzwingen zu wollen. Wer sich unter Druck setzt, bleibt meist länger wach. Manchmal genügt es, die Aufmerksamkeit auf etwas Angenehmes zu richten oder
sich bewusst zu sagen, dass Ruhe allein dem Körper bereits guttut.


Bleiben Sie gesund!
Ihr Mag. Norbert Meixner
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